Verfasst von: Frank | 21. April 2010

Spiegel online tickt

Ticker sind für Medien ja unerlässlich. Sie helfen, die (Agentur-)Nachrichten zu verfolgen und ihre Produkte zu verfolgen. Seit einiger Zeit sind diese internen Werkzeuge nun auch für jedermann nutzbar – nämlich seit die Internetportale so einen Zulauf haben. Welt.de und Spiegel online nutzen sie sehr gerne.

Was ja auch sinnvoll sein kann. Bei Fußballspielen zum Beispiel. Oder bei wichtigen politischen Ereignissen. Ja manchmal sogar beim Boulevard. Nicht aber zum Flugverbot, wie zurzeit beim Spiegel zu besichtigen.

Der Spiegel tickt zur Flughafenöffnung.

Tickt der Spiegel richtig?

Da wird öffentlich gemeldet, ob ein Flughafen zurzeit Betrieb hat oder nicht.

Okay, man kann das mit Service begründen. Als nationales Angebot (und Marktführer) schauen bestimmt viele auf die Webseite, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. Vor allem ist das sinnvoll, wenn die Flughafen-Seiten wie am Morgen in Bremen zusammenbrechen. Das aber als Liveticker zu platzieren, ist übertrieben. Es ist ja nicht so, dass da minütlich etwas passiert, oder?

Warum ich das kritisiere? Nun, ich mag Ticker. Das Problem ist die Abnutzung. Das ist wie bei Twitter – zuerst interessiert sich kein Medium dafür, dann wird es mit falschen Fakten beschrieben und plötzlich twittern alle mehr oder weniger (oder gar nicht mehr -ich kenne Zeitungen die ihren Account gar nicht mehr bedienen, weil sie keine Peilung haben, wofür sich das eignen kann. Aber das ist ein anderes Thema). Zu viele Ticker zu zu vielen, vielleicht sogar belanglosen, Themen ruinieren die Bedeutung des Instruments. Maßvoller Einsatz ist angezeigt.

Und deshalb frage ich mich, ob ein „Dieser Flughafen fertigt jetzt ab“-Ticker trotz der riesigen Bedeutung der Aschewolke für Passagiere und Volkswirtschaft wirklich so notwendig ist.


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