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Freie Rede für Lahm

10. November 2009 · Kommentar schreiben

Der Deutsche Journalistenverband hat Verbandstag. Zeit, um viele, viele Beschlüsse zu verkünden. Deshalb flatterte auch diese Pressemitteilung ein:

Meinungsfreiheit beim FC-Bayern

10. Nov. 2009 – Meinungsfreiheit muss auch für Fußballspieler des FC Bayern München gelten. Das forderten die Delegierten des DJV-Verbandstags in Berlin. Mit großer Mehrheit stimmten sie einem entsprechenden Antrag des Bayerischen Journalisten-Verbandes zu. Zur öffentlichen Meinungsbildung sei es unerlässlich, dass auch Spieler mit ihren Ansichten dazu beitragen könnten. Der FC Bayern und sein Geschäftsführer Uli Hoeneß müssten deshalb ihre Maulkorbpolitik einstellen und Spieler nicht bedrohen, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnähmen.

Der DJV-Verbandstag bezog damit Stellung zu den jüngsten Vorkommnissen um ein Interview des Fußballers Philipp Lahm, in dem er seinen Verein FC Bayern München kritisiert hatte und dafür mit einer Geldstrafe des Vereinsmanagements belegt wurde.

Nuuuuun ja. Recht hat der Verband mit der Aussage, dass die Meinungsfreiheit für alle gilt.

Falsch ist aber, dass man das immer dürfen muss. Denn sogar die meisten Delegierten haben wie auch Lahm in ihren Verträgen stehen, dass man eine Treue- und Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem Arbeitgeber hat.  das gilt auch für Herrn Lahm.

Übersetzt heißt dass, das Kritik intern  zu äußern ist. Nicht in Interviews.

Ist aber eigentlich klar, oder?

Kategorien: Medien
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