Kategoriearchive: Leben

Tabuthema Autismus?

Das hat mich nachdenklich gemacht: Mit der Lady und dem Junior sowie seiner kleinen Freundin und deren Eltern waren wir in Bad Bederkesa auf einem Spielplatz. Der blendende Sonnenschein hat natürlich nicht nur uns dorthin gelockt, sondern auch eine ganze Menge anderer Familien. Unter anderem ein Frau mit ihrem Sohn, die an der Rutsche standen, die unser Junior heiß und innig liebt.

Der Sohn, er mag sechs oder so gewesen sein, vielleicht aber auch älter (ich kann schlecht schätzen), saß dort im Sand und hat ihn durch die Finger rieseln lassen. Irgendwann kletterte er die Rampe hoch, seine Mutter stützte ihn dabei kräftig ab. Ich habe mir dabei nicht viel gedacht, denn manche Kinder sind halt unsicher. Weiterlesen


Gurkenkrise

Tiefkühlgemüse auf dem Vormarsch?

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Recherche: Fair vergütet?

Seit etwas über einem Jahr gibt es die allgemeinen Vergütungsregeln für hauptberuflich freie Journalisten an Tageszeitungen. (Zeitschriften läuft). Abgesehen von der monströsen Bezeichnung: Hat sich damit etwas verändert? Bilden die Vergütungsregeln die Realität ab und werden sie dem Qualitätsjournalismus überhaupt gerecht? Im Rahmen einer Recherche für einen Kunden mache ich mir gerade diese Gedanken?

Die Zeitungshonorare sind zum Teil auf dem Tiefstand. Minimalsummen für Text, Pauschalen ohne Urlaub oder Fotolöhne im Fünf-Euro-Bereich – gängige Raten auch für die Hauptberuflichen. Gleichzeitig wird von der Wichtigkeit des Printjournalismus und der Qualität geredet, doch direkt danach werden in Sparrunden nicht nur die Redakteure, sondern auch die Honorartöpfe geleert.

Was ist angemessen, was ist nötig für freien Qualitätsjournalismus?

Wer zu dem Artikel für eine Tageszeitung beitragen möchte, kann dies gerne in den Kommentaren tun oder mir über das Kontaktforumlar eine Mail schicken. Auf Wunsch wird das Ganze natürlich auch anonymisiert.


Freelancer: Arbeiten in der Wolke

Ich gebe ja zu, dass es hier etwas ruhig war die Tage. Ich war unterwegs und hatte dazu noch viel auf dem Zettel. So oder so – ich konnte das Mobile Working ausprobieren. Das nur, weil es doch auch einmal in auswärts gehen muss. Aber ernsthaft: Heute kann man als Journalist von der viel beschworenen Cloud wirklich profitieren.

Denn was passiert, wenn man mal privat unterwegs ist und ein Kunde den Freien anruft? Will man den Kunden verprellen oder eben bei gut abschätzbarem Aufwand ein Honorar erarbeiten? In bevorzuge oft letzteres, wenn auch nicht immer. Doch was sollte ich machen? Ich hatte mein Handy dabei, aber keinen PC Laptop.

Nun gab es die glückliche Fügung, dass der DJV in Bremen ein Büro hat und ich dort einen Rechner kurzzeitig belegen konnte. Und hier kommen die Vorteile ins Spiel: Mein Archiv liegt in der Cloud. Damit ist man wirklich überall arbeitsfähig.

Dateien aller Art: Dropbox

Die Dropbox habe ich als Dateiablage für die Originalfassungen meiner Texte und auch von Bildern und Audios eingerichtet. Das Modul synchronisiert dabei einen Ordner im Dateisystem des Rechners mit einem Online-Speicher. In der kostenlosen Version, die es für Mac, Windows und Linux sowie iPhone und Android gibt, sind zwei Gigabyte mit drin, was zumindest für meine Zwecke vollkommen ausreicht. Hier habe ich alles Wichtige geparkt, aber eben nicht nur hier. Denn das wirkliche Archiv ist ein anderes.

Evernote: Das Gedächtnis

Ich liebe Evernote. Das System ist eigentlich ein Notizkasten, der aber alles kann, was man für ein originales Archiv benötigt: Ablage in (bei mir) thematisch organisierten Notizbüchern, Schlagworte, Durchsuchbarkeit von PDF-Dateien und viel mehr. Der Einfachheit halber verweise ich mal auf ein Themenstück von mir. Auch hier ermöglicht eine Kopie auf der eigenen Festplatte das Offline-Arbeiten enorm.

Office geht auch im Netz

Nun muss der Text nur noch geschrieben werden. Im Büro habe ich gerade wieder von LibreOffice und Thunderbird zu MS Office geswitcht. Das liegt vor allem am besseren Workflow, den mir das ganz persönlich ermöglicht, aber das ist ein anderes Thema. Gleichwohl habe ich das Problem, dass viele Texte eben nun im ODF-Format vorliegen, iPhone und Co. das aber nicht ohne weiteres öffnen können. Doch selbst das ist kein Problem. Datei laden, in Google Docs (hier heißt es ja Text& Tabellen) laden, kurz warten und alles ist offen und nutzbar. Genial. Und wer will, kann auch gleich schreiben. Komfortabler geht es nicht (auch wenn ich die Datenschutzdebatte sehr wohl verfolge.

Kurzum: Man benötigt nur noch einen Rechner und hat mit der Cloud echte Vorteile als freier. Oder?


Ärgerliche Newsletterrei

Man kann sie lieben oder man kann sie verteufeln: Newsletter. Die meisten verstopfen das Postfach, weil sie kaum Inhalt bieten, der wirklich relevant ist. Haben sich die Empfänger doch selten wirklich selbst dafür entschieden, dieses Schreiben zu erhalten. Und wenn doch, dann kommt etwas, das beim besten Willen kein Newsletter ist.

So geschehen heute morgen, als ich mein Mailfach öffnete. Darin eine neue Mail der VG Wort mit dem Betreff „VG WORT Newsletter“. Den habe ich abonniert, gehöre ich doch auch zu den Leuten, die den Scheck gerne annehmen. Aber was ist eigentlich ein Newsletter? Ausnahmsweise sagt das schon der Name: Neuigkeiten und Nachrichten werden gebündelt und strukturiert und anschließend versendet. Der Empfänger, hier also ich, kann das Ganze dann konsumieren, ausdrucken, archivieren, in andere Ordner verschieben oder was auch immer er damit vorhat.

Gehen wir also nun davon aus, dass Newsletter der schnellen Information des Lesers dienen, dann ist das hier Makulatur:

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei finden Sie den neuesten Newsletter der VG WORT.

Bitte klicken Sie auf folgenden Link, um den Newsletter als PDF Datei herunterzuladen:

https://tom.vgwort.de/portal/newsletter/download/…..

Um den Newsletter abzubestellen, klicken Sie bitte auf den folgenden Link oder bestellen Sie den Newsletter direkt auf http://tom.vgwort.de ab.

https://tom.vgwort.de/portal/newsletter/…..

Mit freundlichen Grüßen

Ich denke, jemand hat das einmal grundlegend falsch verstanden. Solche Versionen sollen bei Verlagen und anderen Wirtschaftsunternehmen Nutzer auf die Webseite locken, um die Klicks zu erhöhen. Oder verdient auch die Verwertungsgesellschaft daran? Und wenn man unbedingt verweisen will, dann kann man die PDF auch anhängen…

Mich ärgern solche Unzulänglichkeiten, weil sie mir mehr Arbeit abverlangen. Nicht der Einzelne, aber die Masse. Viel vorbildlicher ist für mich dabei der Newsletter des Netzwerks Recherche, der ein Inhaltsverzeichnis bietet und dann alle Inhalte bietet – im Nur-Text. Ein Mittelweg ist der des DJV, der wenigstens mit ordentlichen Teasern anreißt.

Vielleicht einfach einmal abonnieren, damit man etwas lernen kann.


Verleger sehen Verhandlungstisch nicht

Ist das überzogen? Die Zeitungsverleger haben heute die vierte Verhandlungsrunde im Tarifstreit um Mantel- und Gehaltstarif abgebrochen. Der Grund: Die obligatorische Demo vor dem Veranstaltungsraum habe den Zugang versperrt. Und man wolle Journalisten nicht mit Füßen treten.

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Ein-Stadt-Zwei-Stadt-Staats-Verwirrung

Es ist Superwahljahr, und immer wieder wird davon berichtet, dass auch Hamburg (erledigt, SPD), Berlin und Bremen an die Urne rufen. Oft, sehr oft, wird dabei von den drei Stadtstaaten geredet. Und  zwar nicht nur im Süden der Republik, der sich mit dem Norden eh kaum auskennt, sondern sogar in Medien aus Bremen. Ein wenig einfache Recherche und Nachdenken helfen hier. Denn die Freie Hansestadt Bremen ist eben kein Stadtstaat, sondern ein Zwei-Städte-Staat.

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Guttenberg: Gelungene SPON-Visualisierung der Vorwürfe

Die Visualisierung auf Spiegel online.

So geht eine gute Erläuterung.

Wie vergleicht man eigentlich ein Plagiat, dass es die Leser einer Zeitung oder eines Online-Magazins gut verstehen? Richtig: Man legt die Texte übereinander. Spiegel online ist auf die Idee gekommen und zeigt, wie man mit den Möglichkeiten des Netzes gut arbeiten kann. Weiterlesen