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„Bild“ hält die Guttenberg-Treue auch am Ground Zero

13. September 2011
von Frank

Manchmal fragt man sich, ob die Kollegen der Bild-Zeitung noch etwas merken. Oder aber Verträge abschließen, die über den politischen (Schein-)Tod hinaus gehen. Denn das ist er doch, der gute Karl-Theodor zu Guttenberg. Karl-Theodor wer? Kurz nachgedacht: Das ist der mit der abgeschriebenen Doktorarbeit und der Tonne Gel im Haar. Der Ex-Minister, der erst Shooting-Star war, dann naja und am Ende elendig zurückgetreten ist, wo mir persönlich nur noch ein Ehrenwort fehlte.

Die ganze Zeit hat ja nur die Bild zu dem Adelspaar gehalten, das freilich kein Adel ist, denn den haben wir aus guten Gründen in der Weimarer Republik als Stand erfolgreich entsorgt, was der Diekmann-Truppe allerdings auch entgangen sein dürfte. Auf jeden Fall ist es so, dass die Guttenbergs obwohl versenkt und über den Atlantik entsorgt zumindest im Bild-Newsroom wohl noch ein Thema sind. Denn die beiden waren am Ground Zero, natürlich begleitet von der Bild. Der Bericht dafür liest sich albern, als Schmankerl ist er auch noch im Ressort Politik / Inland verbucht. Nun ist die Bild ausgewiesen atlantisch und amerikafreundlich. Aber New York ist und bleibt Ausland, aber egal. Die Guttis waren an der noch immer klaffenden Wunde im Big Apple und haben sich das angesehen. Sieht so aus:

Bild berichtet über die Guttenbergs am Ground Zero.

Bild berichtet über die Guttenbergs am Ground Zero.

Die Nachricht an der Geschichte: Ein gescheiterter Polit-Star lebt seit drei Wochen in New York, ist zehn Jahre nach dem Anschlag noch erschüttert, freut sich über die amerikanische Mentalität und macht Sightseeing. Denn mehr Nachricht steckt in dem Thema einfach nicht drin. Vermutlich hat man sich einfach gedacht, dass das die einzigen Promis sind, die man dafür nutzen kann. Dass der Promi-Faktor der Guttenbergs allerdings im Moment zwischen Big Brother und Dschungelcamp schwankt, scheint unklar.

Aber vielleicht ist das ja Teil des Vertrages (siehe oben) und der langfristigen Strategie der Von-und-Zus, eine Rückkehr an die Spitze der Republik vorzubereiten. Dahin, wo man sich standesgemäß sieht. Her mit der Krone. Oder wie soll man den Abschluss des Textes verstehen?

„Die Gewissheit, dass Deutschland und die USA zusammenstehen, darf der Atlantik nie trennen“, sagen die Guttenbergs. „Wir sind auch hier, um das zu zeigen.“ (Hervorhebung durch bild.de)

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