Traueranzeige 2.0

Ich weiß ja nicht, ob das wirklich sein muss. Meine Heimatzeitung, die auch mal mein Gehalt gezahlt hat, bietet seit einigen Tagen Traueranzeigen auf ihrer Internetseite an. Das ist im Netz nicht wirklich neu – auch, weil der Verlag das Stichwort Innovation nicht wirklich erfunden hat.

So sieht es aus:

Die NZ nimmt Familienanzeigen an und zeigt diese auch.

Die NZ nimmt Familienanzeigen an und zeigt diese auch.

Natürlich macht man das nicht aus Nächstenliebe, sondern um eine „Online-Anzeigenannahme“ zu bieten. Das ist legitim, hat es doch mehrere Vorteile:

  1. Weniger Personal im Einsatz, damit weniger Kosten.
  2. Weniger Personal im Einsatz, damit weniger Fehler – die bleiben beim Auftraggeber hängen.

Das kann man so machen. Für den Auftraggeber einfacher, die Bestattungsunternehmen natürlich auch. Warum also nicht?

Ob nun aber die ganze Welt wirklich wissen muss, dass Oma Piepenbrink nach einem erfüllten Leben mit 112 plötzlich und unerwartet verschieden ist, wage ich zu bezweifeln. Im Verlagsbereich war das vor ca. zwei Jahren der Hype.

Aber: Irgendwie gehört das ins Print. Und nur dahin.


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