Briefe, so ganz in alt

Ho, das war aber was. Ich war vorhin bei der Post. Ihr wisst schon, das sind die mit den Umschlägen und Briefmarken. Die klebt man auf die Umschläge, schreibt eine Adresse auf und, oh Wunder, die Brief genannte P-Mail kommt irgendwann da an.

Nun höre ich euch sagen: „Warum macht er das?“

Sagen wir mal: weil er muss. Denn es war eine Rechnung. Und die kann man – natürlich – nur unter bestimmten Bedinungen per E-Mail senden. Nämlich dann, wenn beide Seiten eine Verschlüsselung unterstützen. Macht der Kunde natürlich nicht, und daher die gute alte Snail-Mail. Aber genau genommen ist es auch wirklich schön, mal Papier zu nehmen, zu schreiben (okay, keine Rechnungen. Aber man kann ja auch anderes schreiben), es zu falten, einzutüten und wegzuschicken.

Nun sind hier ja einige internetlastige Technik-Fans unterwegs, zu denen ich auch gehöre. Da könnte man die ePost ins Spiel bringen, den Dienst der Post, mit dem man Briefe direkt aus dem Rechner raushaut. Wer kein Konto hat, bekommt ihn ausgedruckt zugestellt.

Buzzzzzzzz.

Geht gar nicht. Denn ich weiß doch nicht, wer und wie das läuft. Freilich ist klar, dass der Ausdruck automatisiert erfolgt. Und nicht jeder Brief gelesen wird. Kann man aber. Die ePost wird beworben als sicher und schnell, für die Rechnung oder das Schreiben an den Anwalt und andere vertrauliche Fälle. Vertraulich, wohlgemerkt. Ich will nicht, dass auch nur der Hauch einer Möglichkeit besteht, dass jemand meine Post liest. Auch wenn es Artikel 10 des Grundgesetzes verbietet – man weiß ja nie.

Nein, dann tüte ich meinen Krempel lieber ein und trage sie hin. Kostet Zeit, Umschlag und Arbeit plus die gleichen 55 Cent, die auch der ePost-Brief kostet. Zahlt man aber gern für ein sicheres Gefühl.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Leben und mit , , getaggt. Füge den Permalink zu Deinen Favoriten hinzu.
Sei der Erste dem dieser Beitrag gefällt.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * gekennzeichnet.

*

Die kannst folgende HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>