Karate-Kid 2010: Finger Weg vom Kult-Trash

Vor fast genau einem Jahr habe ich schon einmal meine Meinung zum neuen „Karate Kid“ geschrieben, der jetzt in den Kinos läuft. Der offizielle Trailer ist der hier:

Und was soll ich sagen: Der Film mag gsnz gut aufgenommen sein. Gut gespielt. Mit netten Szenen.

Aber es ist nicht „Karate Kid“. Denn das ist und bleibt der spindeldürre Ralph Macchio, der trotz knallhartem Trainings a) nicht einen Muskel aufgebaut und b) in drei Filmen nicht schauspielern gelernt hat.

Mal ehrlich: der Klassiker ist eine Ikone des Trash-Kinos. Da kommt ein Will-Smith-Abkömmling mit Sixpack, Jahrgang 1998, und spielt Karate. Naja. Die Kritik von moviepilot.de ist vor allem in diesem Punkt eindeutig:

Anstelle von japanischem Karate gibt es jetzt chinesisches Kung-Fu, anstelle von „Wischen und Polieren“ wird jetzt die Jacke aufgehängt und wieder abgenommen.

Und

„Ein weiteres glattgebügeltes 08/15-Remake, das sich in diesem Fall zwar sklavisch an die Vorlage hält – es aber trotzdem nicht schafft zu überzeugen. […] Das Original ist eine Geschichte über Freundschaft, mit überraschend bitteren Zwischentönen. Das Remake ist Musikvideo-Schrott ohne Anspruch, Logik und vor allem ohne Figuren die wirklich im Gedächnis bleiben.“ (Quelle)

Also: Nicht alles, was in den 80-ern erfolgreich war, muss wieder aufgelegt werden. Weil das alte heute Kult und Trash zugleich ist. Das ganze mit modernen Mitteln neu zu machen, ist Blödsinn. Schade nur, dass das an der Kasse funktioniert, wohl auch, weil die Zielgruppe das Original nicht kennt.

Sei’s drum. Ich muss jetzt mal das Auto polieren. Ohne Jacke.

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