Gesucht, gefunden: Ein Tourismus-Chef für Bremerhaven

Bremerhaven bekommt einen neuen Tourismus-Chef: Volker Kölling wird Nachfolger von Hennig Goes an der Spitze der BIS-Tourismusabteilung. Endlich – denn der Posten ist seit dem Ausscheiden von Goes vor fast zwei Jahren vakant. Zwei Anläufe hat die Stadt unternommen, um einen Nachfolger zu finden, zweimal lief es richtig peinlich schief. Nun aber zauberten die Koalitionäre Kölling aus den Hut, der sich freilich selbst ins Spiel gebracht hatte.

Volker Kölling, Bremerhavens neuer Tourismus-Chef. Foto: pr

Volker Kölling, Bremerhavens neuer Tourismus-Chef. Foto: pr

Der bisherige Radio-Bremen-Journalist wurde von den Fraktionen der SPD und der CDU jeweils einstimmig vorgeschlagen. Das freut die Grünen gar nicht – sie wollten, dass sich der Kandidat auch bei ihnen vorstellt. Das passt aber wohl nicht in den Fahrplan: Gestern, Montag, wurde er von den Parteien nominiert und war auch schon bei der BIS, am 10. Februar soll ihn die Stadtverordnetenversammlung bestätigen und am 15. soll Amtsantritt sein. Holterdipolter, könnte man meinen. Endlich, meinen die Verantwortlichen. Diskutiert wird das noch werden.

Kölling jedenfalls hat schon Ideen. Er will mehr für Jugendliche unternehmen. Er will die Stadtteile und bestehende Projekte mehr vernetzen. Das finden bislang alle toll. Das er gelernter Journalist und studierter Sozial- und Islamwissenschaftler ist, stört nicht. Man stelle ihm ja Buchhalter, eine Personalabteilung und mehr zur Seite, sagen Kölling und Oberbürgermeister Jörg Schulz.

Eines übrigens will Kölling auf keinen Fall sein: Mr. Sail: „Der Titel ist vergeben“, betont er. Und spielt auf Goes an, der die Sail erfunden hat. Dessen langer Schatten muss er ausfüllen. Das kann man ohne Touristik-Ausbildung. Aber er muss sich auch durchsetzen.

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3 Antworten zu Gesucht, gefunden: Ein Tourismus-Chef für Bremerhaven

  1. Gunnar Böltes schreibt:

    Wenn ich mich recht erinnere, ist Hennig Goes auch kein gelernter Touristiker, oder?
    Wichtig ist, dass die skizzierten Visionen wirklich umgesetzt werden, eine klare Linie zu erkennen ist und die Mitarbeiter des BIS eine Perspektive für ihre Arbeit haben.
    Da es Volker Kölling gelungen ist, die Fraktionen und den OB zu einer gemeinsamen Entscheidung zu bringen dürfen wir sicher sein: der Mann kann verkaufen.

  2. Frank schreibt:

    Damit hast Du natürlich Recht. Goes ist wie Kölling gelernter Journalist, hat aber auch etwas auf die Beine gestellt. Doch wie lerne ich gerade in meinem Existenzgründungskurs: Ich muss meine Zahlen auch selbst verstehen, um zu wissen, was in meiner Firma vorgeht. Ich bin auch kein Kaufmann. Deshalb sollte gerade ein BIS-Chef das auch können.

    Aber: Der Mann ist sehr lernfähig. Ich denke, er kann das hinkriegen – wenn ihn die Politik lässt…

  3. Ryker schreibt:

    Das interessante an dem artikel finde ich das die Grünen sich gleich wieder übergangen fühlen nur weil sich derjenige welcher nicht bei ihnen vorgestellt hat. naja so sind die grünen eben. halten sich für wichtiger als sie sind.

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