Sozialkaufhaus “Fundus” brennt aus

Die Polizeipressemitteilung ist recht sachlich: Heute hat es in einem Geschäft in der Bremerhavener Georgstraße gebrannt. 100 000 Euro Schaden hat das Feuer verursacht, bei dem niemand verletzt worden ist.

Aber: Es war eben nicht “nur” ein Geschäft. Gebrannt hat es im “Fundus”. Und das ist das bedauerliche an diesem Einsatz. Denn das Geschäft ist ein Second-Hand-Sozialkaufhaus. Das bedeutet, dass die Ware besonders günstig verkauft wird. So so Jacken für sechs, ein Übergangsmantel für zehn gehandelt werden. Hartz-IV-Empfänger bekamen noch einmal 50 Prozent Nachlass auf die ausgezeichneten Preise. Eröffnet wurde es am 3. Mai 2009.

Das ist nun vorerst vorbei; warum es brannte, weiß man noch nicht genau. Das Feuer soll in einem Küchenbereich ausgebrochen sein – möglicherweise war es der berühmte durchgebrannt Wasserkocher.

Die Ware jedenfalls dürfte unverkäuflich sein. Wieder eine Anlaufstelle weniger für die Menschen, die sich Normales nur selten leisten können – und sich hier vielleicht sogar noch ein Geschenkschnäppchen zum Fest hätten besorgen können.

Wie es weitergeht, ist unklar. Hoffentlich finden sich Unterstützer für das Projekt.

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2 Antworten zu Sozialkaufhaus “Fundus” brennt aus

  1. Roman schreibt:

    So ein Kaufhaus wird sicherlich gegen solche Schäden versichert sein. Wäre ja grob fahrlässig, wenn nicht.

    Die 100.000 Euro Schaden beziehen sich auf Ware oder Gebäude?

    Was mich stutzig macht – hat dieses Kaufhaus keine Löschanlage gehabt? Zum Glück wurde niemand verletzt.

  2. Frank schreibt:

    Der Gesamtschaden soll 100 000 Euro betragen, mehr hat die Polizei nicht mitgeteilt. Auch heute steht in der Nordsee-Zeitung nur diese Summe. Versichert werden sie schon sein.

    „Kaufhaus“ ist vielleicht auch etwas zu hoch gegriffen: Der „Fundus – das lütte Kaufhaus“ ist ein größeres Ladengeschäft. Vielleicht sollten auch die eine Löschanlage haben, das kann ich nicht einschätzen. Betroffen bin ich, weil eben die Möglichkeit für sozial Schwache genommen worden ist, günstig etwas an Kleidung oder Haushalt zu erwerben. Das ist sehr schade. Freilich auch für die Arbeitslosen, die dort qualifiziert werden sollen.

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