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Afghanistan ist unser Vietnam

3. November 2009 · Kommentar schreiben

Ach nee. Jetzt also doch.

Nachdem unter Peter Struck (SPD) und Franz-Josef Jung (CDU) die Bundeswehreinsätze am Hindukusch noch Wahlweise als “die Verteidigung Deutschlands” und als “Wir machen da einen Stabilisierungseinsatz” bezeichnet wurden, spricht Karl-Theodor zu Guttenberg, der ins Verteidigungsministerium abgeschobene Smartie der neuen Bundeskungelregierungskoalition, erstmals von “kriegsähnlichen” Verhältnissen in Afghanistan.

Höret also auf.

Deutschland ist im Krieg. Nicht, dass das schon länger offensichtlich ist – eine solche Aussage war einfach nicht zu erwarten. Willfährig ist man den Amerikanern gefolgt, sowohl in den Kampf als auch in der wirren Argumentation. Jetzt also das Eingeständnis, dass man eben nicht einfach nur gut ist und den Afghanen hilft, sondern im kriegsähnlichen Einsatz.

Für die Bundesregierung gilt dabei dasselbe wie für die vermeintliche US-Lichtgestalt Barack Obama:

Doch das war es auch schon an deutlichen Worten – Schwarz-Gelb hat keine klare Strategie für den Bundeswehreinsatz.

So bezeichnet es Spiegel online und diese eine Passage spricht Bände. Die Konsequenz ist klar, meint man. Rückzug, sofort. Fordert Die Linke. Bleiben und geordnet abrücken, wenn sich das Land stabilisiert hat ist die andere Denkweise. Die eigentlich auch die bessere Alternative ist. Wenn allerdings sogar die Wahlen so manipuliert werden wie von Karsai, dann ist das auch witzlos.

Aber wenigstens ist eines jetzt einmal klar: Wir sind eine kriegführende Nation. Dass man da mit toten Soldaten rechnen muss, ist übrigens leider eine Selbstverständlichkeit. Mit toten Zivilisten wohl leider auch. So ist das.

Afghanistan ist unser Vietnam. So oder so.

Kategorien: Politik
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