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Milupa halbiert die Probierlaune

1. November 2009 · 2 Kommentare

Eine Probe, so ist es doch wohl, ist etwas, das mich überzeugen soll. Zumindest eine Warenprobe. Sie hat einzig die Aufgabe, mich so zu begeistern, dass ich das Hauptprodukt dann auch kaufe. So jedenfalls sehe ich das. Und ihr?

Milupa auf jeden Fall scheint das anders zu sehen. Denn wie man so ist, man bestellt sich als junges Elternpaar ja bei jedem Babynahrungshersteller einen Newsletter und bekommt ein Willkommenspaket. Hipp zum Beispiel packt zwei Gläschen rein, Nestlé auch. Damit man prüfen kann, ob der Zwerg das überhaupt mag, ohne viel Geld dafür in den Sand zu setzen. Schönes Modell.

Die Manager von Milupa aber haben sich eine – ihrer Ansicht nach – clevere Methode zum Abkassieren ausgedacht. Sie schicken nämlich auch eine Probe von Aptamil (das ist die Teuer-Marke von Milupa, die Günstig-Variante ist Milumil) Milchbrei Gries für Abends. Was fein ist. Wenn nicht in sechs Punkt Schrift unten auf der Packung stünde “Probe: 1/2 Portion”.

Was bedeutet, dass die Probe nicht reicht, um sie am Kind auszuprobieren. Denn der Junior wird davon ja nicht satt werden (sofern er es mag). Man benötigt im Prinzip also eine Packung aus dem Handel, um die halbe Portion Mensch mit einer ganzen Portion Brei zu füttern – dann kann man das mit der Probe aber auch gleich ganz lassen.

Klar, man kann sagen: Wahrscheinlich werden die Kinder mit einer halben Portion anfangen und diese dann mit einer Flasche abfüllen. So oder so: Es wirkt geizig, und es ist geizig. Allerdings ist Aptamil auch wirklich teuer, welcher Hersteller kann es sich also leisten, das zu verschenken?

Anscheinend alle außer Milupa.

Ich will ja nun nicht als Aasgeier erscheinen, der alles geschenkt haben will.

Doof wirkt die Probe so aber auf jeden Fall.

Kategorien: Kopfschütteln · Wirtschaft
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2 Antworten bis hierher ↓

  • Gunnar Böltes // 1. November 2009 um 21:10

    Das habe ich schon vor sieben Jahren nicht verstanden.
    Ich empfehle im übrigen bei Gläschen die Hausmarke von Rossmann. Die kommt aus dem Werk von Claus Hipp

  • Frank // 2. November 2009 um 08:19

    @Gunnar

    Dann werden wir die wohl mal probieren. Hipp mag der Junior ja auch gerne ;-) Danke für den Tipp.

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