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Humana verteuert Milch durch Packungsschrumpfung

12. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Vor einiger Zeit habe ich hier mal über das Blog Verdeckte Preiserhöhungen geschrieben, weil es mir inhaltlich gefällt. Die Macher prangern die Unternehmen an, die ihre Packungsgrößen verkleinern, die Preise aber nicht entsprechend anpassen. Was nach EU-Recht möglich, aber Abzocke ist – und ich verwende dieses Wort wirklich selten.

Heute hat es uns bei einem wichtigen Artikel getroffen: der Milch für Junior. Humana, einer der Marktführer bei Babymilch. Pre bekommt der Zwerg, die erste Milch für Kinder. Am Samstag, beim Einkauf, waren die Regale leer. Heute konnten wir ein Paket ergattern. Mit neuem Design der immer noch gleich großen Packung. In der statt 600 Gramm jetzt 500 Gramm sind. Minus 17 Prozent.

Der Preis sank von 7,99 Euro auf 7,29 Euro. Minus 8,8 Prozent. Rechnet man den Preis auf das Gramm um, dürfte die Packung sogar nur 6,65 Euro kosten, wenn der Preis im gleichen Verhältnis abnehmen sollte. Und was ist? 64 Cent Erhöhung. Hurra.

Was aber noch viel schlimmer ist: Das Pulver ist überall ausverkauft. Angeblich, so die Hotline, seien die Zwischenlager schon bestückt, aber die Endverkäufer aber noch nicht beliefert worden. Was für uns bedeutet, dass der Zwerg vielleicht am Wochenende nichts mehr zu trinken hat, wenn es eng wird. Dann muss ein anderer Hersteller heran. Hoffentlich mag er das.

Zum Glück verweist die freundliche Hotline ja auf ein Humana-eigenes Internetshöppchen. Für wahnsinnig viel Versandkosten, Vorkasse oder noch teurere Nachnahme könne man da bestellen. Und was wird angezeigt, kurz vor dem Abschicken der Order? Aufgrund der Umstellung kann es zu Lieferengpässen und Verzögerungen kommen. Arrrrg.

Jetzt wird zugefüttert. Vielleicht. Mal sehen.

Nun muss ich Milch anrühren.

Kategorien: Leben · Wirtschaft
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