Facebook hat in Deutschland erstmals StudiVZ überholt. An sich ist das eine interessante Meldung von Meedia, mehr aber auch nicht. Ich wiederum habe mir in den vergangenen Wochen beide Portale angesehen und mich für Facebook entschieden. Ganz im Gegensatz zu meiner Lady, die sich lieber auf dem VZ tummelt (sie sagt nämlich, dass das jünger sei. Aha. Nun ja).
Warum aber (aller Datenschutzdiskussionen zum Trotz, schließlich entscheide ich, was ich einstelle) das US-Netzwerk und nicht den deutschen Klon, der zwar gerichtlich keiner ist, aber für jeden anderen Nutzer?
Nun, zum Einen sind es die Funktionen, die Facebook bietet. Ich kann meine Tweets über @frankbhv darstellen und auch eingeben, ich kann Inhalte meines Blogs einlaufen lassen und habe die schicken kleinen Anwendungen, die ich auf StudiVZ vermisse.
Vor allem aber reizt es mich, mehr Leute international zu finden. Denn das ist ja der Reiz eines Social Network, eben nicht nur ein weiteres Adressbuch seiner Reallife-Freunde zu schaffen, sondern neue kennenzulernen, oder? Übrigens habe ich gerade einen Eisbären-Spieler verfreundet, was mich echt freut.
Der Rest ist, zugegeben, recht identisch: viele Gruppen mit teils Null Inhalt, viele Leute, die nichts machen. Was bei StudiVZ weniger dramatisch ist, denn die Zahl der Besucher pro Tag ist eindeutig höher, schreibt Meedia. Doch wie gesagt: Die Internationalität reizt sehr viel mehr.
Die Entscheidung beruht übrigens noch auf einer anderen Tatsache: Wer hat schon die Zeit, beide Portale ausführlich zu bedienen? Sicher würde ich bei StudiVZ ebenfalls viele Leute (wieder-)finden, wahrscheinlich sogar mehr als bei Facebook. Aber stundenlang durch beide Netze zu surfen, ist nicht drin.
Wie schön ist da der Ansatz der Betreiber, die Systeme durchgängiger zu gestalten. Das ist wunderbar, denn dann wäre es wirklich einfach, Leute sowohl zu finden als auch neu zu treffen.
Nachtrag vom 23. Juli:
Auch Caschy hat sich für Facebook ausgesprochen: Mobiler Upload und einfach bessere Funktionen. Eben.