Nomen est omen

Na jetzt muss es ja klappen mit dem Wahlsieg der SPD im September: Der Spitzensozi Frank-Walter Steinmeier will auf seinen zweiten Vornamen verzichten.

Frank-Walter Steinmeier will wohl nicht herrschsüchtig wirken. Foto: Armin Kübelbeck/wikipedia.de

Frank-Walter Steinmeier will wohl nicht herrschsüchtig wirken. Foto: Armin Kübelbeck/wikipedia.de

Liegt es daran, dass Walter von „waltan“ stammt, was unter anderem herrschen bedeutet, aber eh kein Mensch mehr weiß? Denkt die SPD also, dass der Frank-Walter Steinmeier so anmaßend klingt, dass er alle Wähler verschreckt? Wohl kaum.

Was also ist der Grund? Aus Marketing-Gründen ist Frank-Walter Steinmeier sicherlich lang und sperrig. Passt einfach besser auf Plakate und Schlachtrufe.

Oder ist die wahre Ursache die, nun sagen wir mal Panne, die den Medien mit Karl-Theodor zu Guttenberg passiert ist, dem eine passable Anzahl deutscher Medien den weiteren Vornamen Wilhelm verpasst haben, weil es falsch in wikipedia.de stand (unter anderem Bild und ein wenig selbstkritischer Spiegel)? Sicher ist halt sicher.

Aber vollkommen egal. Wenn Frank-Walter Steinmeier verliert, dann ist eben nicht walten, sondern das,  was der Vorname Frank neben der Geographie („der aus Franken stammt“) bedeutet: der Freie.

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