RTL-Abteilungen geschmacklos

Das ist doch endlich mal ein Beleg dafür, dass bei einem großen Privatsender aus Köln, RTL genannt, die Abteilungen Werbung/Marketing, Nachrichten und Online vollkommen getrennte Wege gehen: Stefan Niggemeier berichtet, dass Werbeeinblendungen in den Online-Clips stattfinden.

Das an sich ist noch kein Problem. Es ist nun mal privat finanziert und soll Geld einbringen.

Wohl ein Problem ist aber, dass die Inhalte nicht koordiniert werden und unheimliche tumbe Leute dort sitzen müssen. So gab es, schreibt Niggemeier, bei einem Bericht über den ersten Schultag an Michelles Schule in Leipzig, Werbeeinblendungen. Mit dem Text:

  • „Bestimme dein Schicksal.”
  • „Lass die Kugeln sprechen.”
  • „Einen Töten, tausend retten”.

Sagt mal, geht’s noch?

Michelle, wer es trotz der Dauerbehämmerung durch Bild und eben RTL nicht weiß, das Mädchen, das in Leipzig gekidnappt und getötet wurde.

Mal abgesehen davon, dass es „tausende“ heißen müsste: Wie bescheuert sind die eigentlich? Wenn es auch richtig ist, dass Werbung und Redaktion getrennt sind – das muss Konsequenzen haben.

Wird’s aber nicht. Soweit ist das klar. Formal stimmt es ja nun einmal.

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