Frohes Fest

24. Dezember 2009

Hier wird es ruhig in den kommenden Tagen, denke ich. Denn Weihnachten ist ein Fest der „Real World“. Deshalb:

Frohe, besinnliche und wunderschöne Weihnachten euch allen da draußen.

Fix und fertig dank „Bauer sucht Frau“

23. Dezember 2009

Was man alles aus dem Versprecher einer Nicht-Muttersprachlerin machen kann, ist ja derzeit bei Youtube zu besichtigen. Es handelt sich um Narumol, die resolute Thailänderin, die bei „Bauer sucht Frau“ – ihr wisst schon, dass ist die Sendung, die Landvolk mit willigen Frauen verkuppelt – ihren Josef gefunden hat. Und ehrlich gesagt, diese Sendung macht mich fix und fertig.

Oder mit Narumol gesprochen:

Aber nun genug des Lästerns. Mein Englisch klingt ja auch manchmal eher deutsch…

Die Sache mit dem Kamera-Pen

21. Dezember 2009

Eigentlich ist es rätselhaft, warum ich überhaupt in diesen Katalog gesehen habe. So eine Werbebeilage in einer Zeitschrift, die ich abonnierte habe. So oder so – ich habe es aufgeschlagen und etwas gefunden, was mich aufheulen ließ: den Kamera-Pen.

Das ist ein Kugelschreiber mit eingebauter 3-Megapixel-Kamera. Beworben als hervorragende Möglichkeit, „unauffällig“ zu filmen. Original-Bewerbung:

So gelingen Ihnen unauffällig wahre Live-Mitschnitte. [...] Ideal auch zur Beweissicherung, als Gedächtnisstütze beim Meeting, bei Vorträgen…

Na klar, dachte ich – das ist so etwas von illegal. Vor allem der Punkt „Beweissicherung“ kann doch nicht gerichtsfest sein.

Im Strafgesetzbuch steht auch:

§ 201 Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt

  1. das nichtöffentlich gesprochen Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder
  2. eine so hergestellte Aufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.

Aber: Das gilt nur für das gesprochene Wort. Denn es geht um Tonträger, nicht um Bilder. Zum Glück ist der § 201 a im StGB:

Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

(1) Wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt Bildaufnahmen herstellt oder überträgt und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Was mich daran stört, ist die Wohnung oder der geschützte Raum. Öffentliche Orte wie Cafés werden davon nicht betroffen. Hier kann nur das allgemeine Persönlichkeitsrecht gelten. Schlimm genug.

Das wäre noch anzupassen. Solche Spanner- und Schnüffelwerkzeuge aber gehören jedenfalls verboten.

Vielleicht sollte ich nicht mehr in solche Kataloge schauen.

Ein (Mini-)Marathon kündigt sich an

20. Dezember 2009

Ich bin ja ein Fan des City-Marathons, der einmal im Jahr durch Bremerhaven führt. Auch bei mir juckt es immer in den Fingern, wenigstens die kürzeste Strecke entlang zu kugeln, die im Angebot ist (und für alle, die mich kennen: nein, ich meine nicht die 500-Meter-Kinderstrecke).

Zehn Kilometer sind das im Moment. Etwas lang, finde ich. Umso mehr hat mich heute gefreut, im Sonntagsjournal der Nordsee-Zeitung zu lesen, das sowohl die Strecke wieder im Stadtsüden, nämlich unter anderem im Bürgerpark, verlaufen wird als auch ein kürzeres Angebot für Laufanfänger im Programm ist. Juhu, das wäre doch etwas machbares. Anmelden könne man sich auch schon, bis Jahresende sogar mit Rabatt.

Da ich ja ein Schnäppchenjäger bin, klicke ich mich also gleich einmal in die Webseite. Die neue Strecke steht noch nicht drauf, was man wohl verkraften kann. Ich will ja eh nur wenig laufen, das bedeutet ja auch Sonderstrecke. Dass man sich aber noch gar nicht anmelden kann, sondern nur der Marathon (ich bin doch nicht wahnsinnig), der Halbmarathon (oder irre) und die zehn Kilometer (das bedeutete drei Tage Schmerzen) vorhanden sind, ist einigermaßen enttäuschend.

Naja, wird vielleicht noch. Denn immerhin ist eines klar: Der Marathon ist eine tolle Veranstaltung. Und irgendwie will ich mitmachen.

Mal schauen, was kommt. Vielleicht schaffe ich das ja doch irgendwie mit den zehn Kilometern.

Am Ende gewinnt der Auktionator

19. Dezember 2009

Es ist schon eine verdammt clevere Geschäftsidee. Man mache ein begehrtes Produkt billig und verdiene damit richtig gutes Geld. Ein Spitzendeal eben. Logisch, dass das Angebot dann auch Dealstreet heißt.

Die Plattform bietet eine Auktion an und ist damit auch gerade in der TV-Werbung sehr aktiv (was auch groß auf der Webseite beworben wird – mit den Logos der ProSiebenSat.1-Sender. Man müsste sich mal mit die Gesellschaftern ansehen…).

Das Prinzip der Auktion ist recht einfach:

  1. Man gibt sein Maximalgebot ab.
  2. Man hofft, dass man gewinnt.

Was freilich nicht alles ist. Denn bieten kann man nur, wenn man ein entsprechendes Kontingent an Geboten kauft – jedes Gebot kostet 50 Cent. Und jedes Gebot verlängert die Laufzeit um bis zu 20 Sekunden. Und dann sieht das Ganze so aus:

Und am Ende kommen dann auch die unglaublichen Gewinne raus: Da hat jemand einen iPod Touch für weniger als 5 Euro ersteigert, dabei nur ein Gebot abgegeben. Das ist ein Schnäppchen. Weniger ist es das für den, der 330 Gebote abgegeben hat: 165 Euro. Kein Wunder, das manche Abzocke vermuten.

Auf jeden Fall aber ist es für die Betreiber ein Bombengeschäft, wie Wunsch.Los.Glücklich schreibt und den Umsatz vorrechnet:

Nur zur Erinnerung: 8,79 Euro bedeuten 879 x 0,50 Euro = 439,50 Euro für dealstreet, ziehen wir mal einen EK-Preis von 180,- Euro ab, bleiben 259,50 Euro Erlös an dieser Auktion, oder?

Dieses Beispiel bezieht sich auf eine Wii. Auch wenn der Denkfehler der Betriebskosten – die werden so gut wie nie in solche Kalkulationen einbezogen – in der Berechnung eingebaut ist: Da ist viel dran. Denn jedes Gebot erhöht die den Endpreis um einen Cent, wird aber mit einem halben Euro belastet.

Abzocke freilich ist das nicht, denn jeder denkende Mensch lässt trotz der Chancen die Finger von solchen Aktionen. Denn man kann, siehe oben, Glück haben. Wird man aber wahrscheinlich eher nicht.

In Las Vegas gibt es eine einfache Weisheit: Am Ende gewinnt immer das Casino.

Das hier wirkt fast genauso.